Unsere Ortschaft hat im Laufe der Zeit viel erlebt: wechselnde Herrschaften, Veränderungen in Landwirtschaft und Gewerbe, aber auch das starke Miteinander der Menschen vor Ort. Die Geschichte Bettigens erzählt von Beständigkeit und Wandel zugleich. Hier haben wir wichtige Stationen, Ereignisse und Entwicklungen zusammengestellt, die den Weg unseres Dorfes bis heute nachzeichnen.
Von den frühen Spuren bis heute
Bettingens Geschichte
| 2300 v. Chr. | Siedlung auf dem Bettingberg |
| 1800-1200 v. Chr. | Steinbeile aus der Hügelgräberzeit |
| 800-500 v. Chr. | Hallstattgräber aus der Älteren Eisenzeit |
| 150-50 v. Chr. | Brandgräber der Kelten aus der La-Tene-Zeit |
| 250 n. Chr. | Besiedlung durch Alemannen |
| 430 | Fluchtburg der Burgunder auf dem Bettingberg |
| um 530 | Einzug der Franken |
| 730 | Einführung des Christentums |

| 800 | Erste urkundliche Erwähnung von Bettingen |
| Mitte 12. Jh. | Bettingen kommt zur Grafschaft Wertheim. |
| 1342 | Einführung der Reformation durch die Grafen von Wertheim |
| 1523 | Brandgräber der Kelten aus der La-Tene-Zeit |
| 1530 | Erster evang. Gottesdienst in Bettingen |
| 1605 | Verwüstung Bettingens durch Würzburger Truppen. |
| 1598-1617 | Fehde zwischen dem Würzburger Bischof und den Grafen von Wertheim. |
| 1618-1648 | Dreißigjähriger Krieg. Bettingen wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und hatte Ende des Krieges nur noch etwa 25 Einwohner. |

| 1745 | Durchreise von Kaiserin Maria Theresia, Abfahrt per Schiff nach Frankfurt zur Krönung von Franz I. |
| 1749 | Großbrand vernichtet 60 Wohnhäuser |
| Mitte 18. Jh. | Blüte des Sandsteinabbaus mit fünf Steinbrüchen und fünf Steinmetzbetrieben |
| 1806 | Teilung der Grafschaft Wertheim durch die Rheinbundakte, Verlust rechtsmainischer Flächen an Kreuzwertheim |
| 1806–1816 | Kriegsbelastungen durch Einquartierungen und Abgaben |
| Mitte 19. Jh. | Ende des Weinanbaus |
| 1845–1870 | Auswanderungswelle nach Amerika und Australien, rund 80 Personen verlassen Bettingen. |
| 1858–1861 | Neubau der evangelischen Christuskirche aus rotem Buntsandstein im Basilikastil |

| 1867 | Gründung Gesangverein Bettingen e.V. |
| 1875 | Gründung Freiwillige Feuerwehr Bettingen |
| 1880 | Bau des Eisenbahntunnels durch den Bettingberg |
| 1884–1885 | Neubau des Pfarrhauses |
| 1908 | Einführung der zentralen Wasserversorgung |
| 1917–1961 | Tabakanbau mit Flächen bis zu 10 Hektar |
| 1951 | Gründung des TSV Bettingen |
| 1957–1961 | Bau der Autobahn A3 |
| 1959 | Einstellung des Fährbetriebs über den Main |
| 1971 | Eröffnung des Hotels und der Restaurants „Schweizer Stuben“ in Bettingen. |
| 1972 | Bettingen wird Ortsteil der Großen Kreisstadt Wertheim |

| 1974 | Erster Michelin-Stern für die Schweizer Stuben; 1977 folgt der zweite Stern. Auszeichnungen bis 2002. |
| 1976 | Gründung Posaunenchor |
| 1987 | Hochwasser in Wertheim; dokumentierte Ereignisse folgen 1990, 1993 und 1994. Betroffen ist regelmäßig auch der Mainbereich um Bettingen. |
| 1990er Jahre | Beginn von Erschließung und Ausbau des Gewerbegebiets Almosenberg |
| 2002 | Letzte Michelin-Auszeichnung für die Schweizer Stuben. |
| 2003 | Eröffnung des Factory-Outlet-Centers „Wertheim Village“ am Almosenberg. |
| 2003 | Schließung der „Schweizer Stuben“ nach Jahrzehnten als Spitzengastronomie |

| 2006 | Eröffnung des Hymer-„Expocamp“ am Almosenberg (später „Erwin Hymer World“). |
| 2013 | Juni-Hochwasser im Maingebiet; auch im Raum Bettingen |
| 2015 | Gründung Förderverein der Kindertagesstätte Bettingen e.V. |
| 2018 | Wohnbaugebiet Wacholderbüschlein II am nördlichen Ortsrand fertiggestellt |
| 2020 | Stadt Wertheim kauft das Areal der Schweizer Stuben (ca. 12 ha) zur Entwicklung eines Wohngebiets; Start der Bürgerbeteiligung 2021. |
| 2024-2026 | Erweiterungsphase im Gewerbegebiet Almosenberg: rund 13 ha. |
| 2025 | 150-jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bettingen |
| ab 2025 | Schweizer-Stuben-Areal: Planungsverfahren geht in nächste Phase |

